Nordkap-Südkap:
060217
Das Haus steht noch!
In Hinsicht auf mein fliegendes Leben die letzten Jahre, nähere
ich mich mein Haus bei der Rückkehr sehr vorsichtig. Ich glaube
nicht, dass ich den größten Beistand im Haushalt leiste,
nicht so viel wie der Durchschnittsmann tut oder tun sollte. Feministen
haben mit uns Machos Probleme.
Ich kam mit einem Mietwagen von Toyotacenter in Gävle. Zwei Uhr
morgens hielt ich vor der Haustreppe an. Die Garage stand noch und
die Haustür war geschlossen, hmm…
Aber keine gepackten Koffer standen vor der Tür und das sehe
ich jedesmal als ein gutes Zeichen. Man hört ja von Frauen, die
ihren Herren satt sind und einfach seine sieben Sachen in Taschen
packen und die Tür schließen. Würde ich so einen Hausputz
durchführen, ich würde keine Koffer packen, sondern einfach
ihre Sachen aus dem Fenster werfen, in den Schnee. Fühlt sich
mehr korrekt an. Eva ist so etwas wie ein Stadtmensch und schließt
die Tür immer ab abends. Ein Schlüssel hing für mich
bereit und alles war wie immer. Yeeees, ich habe noch eine unverantwortliche
Reise geschafft, aus einer Familienperspektive gesehen. Meine Reisen
gehen ja um Selbstverwirklichung. Fragt sich nur, was ich zum Schluss
werde?
Habe eine Waschtüte von einem Hotel, voll mit Schmutzwäsche.
Steht „Laundry“ darauf. Ob ich… nein, besser ist
es, wenn ich es selbst mache. Es ist mir das nicht wert und ich würde
jahrelang davon hören. Lieber selber.
Der Schneemobil ist noch geparkt und der Winter halb vorbei, wahrscheinlich
mein kürzester aller Zeiten. Schneetiefe ist gering und die Tage
sind schon lang, es wird erst vier Uhr dunkel, wunderbar! Schon am
nächsten Tag fand ich es unwirklich, dass ich weg gewesen war.
Ein Stapel Post erzählt aber, dass ich fast zwei Monate weg war.
Lebenserfahrung zu holen, kann so schön sein, wenigstens ist
es meistens so.
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Updated
2006-02-17
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