Nordkap-Südkap:
060110
Fertig
Jetzt ist alles so fertig es werden kann vor unserem Tripp
durch Afrika. In Kairo haben wir eine große Box hinterlassen,
die hoffentlich nach Hause geschickt werden kann. Da sind my Schneemobilanzug,
dicke Klamotten, der BMW System 5 Helm, Daumenhandschuhe und meine
Schneeschuhe. Hoffentlich ist das Zollamt nicht so krantig, wie bei
der Einführung der zwei Maschinen für Ian und Lukas. Die
Langeweile macht sich jetzt bemerkbar und wir ziehen morgen wahrscheinlich
nach Sinai und schlafen in der Holiday Inn bei Nyweiba.
Andys Tod in der Dakar ist eine traurige Nachricht. Was ich dabei
fühle, ist immer schwierig zu beschreiben. Ich weiß aber,
dass er vom Risiko wusste. Niemand fährt dort zum zweiten oder
dritten Mal, ohne das Risiko zu kennen. Wenigstens oben bei der Spitze.
Ich habe es vorher gesagt und sage es wieder: Fährt man in der
Gruppe im Tourentempo, ist das Rennen nicht besonders gefährlich,
etwa wie auf einem Motorrad in der Großstadt. Niemand –
wirklich niemand – kann sicher fahren und eine Tagesetappe gewinnen.
Ich sagte immer zu meiner Frau Eva, dass ich mit voller Kontrolle
und mit einer gewissen Sicherheit fuhr, was nicht wirklich mit der
Wahrheit übereinstimmte. Zum Teil schon, aber in gewissen Stellen
geht jeder jeden Tag ein gewisses Risiko ein. Die Kunst ist, es im
richtigen Moment zu tun.
Richard Saincts war Spezialist auf diesem Gebiet. Er konnte das Terrain
lesen und nahm selten Chancen, fuhr nur schnell mit einem gewissen
Risiko in den ”richtigen” Stellen. Ich fuhr oft hinter
ihm in der Dakar und war immer von seinem berechenden Fahrverhalten
beeindruckt. Hin und wieder fuhr er in den gefährlichen Abschnitten
sogar sehr langsam, wie mit einer Harley-Davidson in einer Parade.
Trotzdem kam er im zweitletzten Rennen der Wüstenseire, in der
Farao-Rallye 2004, ums Leben. Mein großes Vorbild war Meoni,
mehr wie ich im Risikobereich, stürzte aber selten. Aber wenn,
war es wie in der 2003 Dakar bei sehr hoher Geschwindigkeit. Da überschlug
er sich bei Tempo 160 und seine KTM ähnelte mehr einem Korkenzieher
als einem Wüstenrenner. Die KTM-Mechaniker waren die ganze Nacht
beschäftigt. Wie sein Körper sich am nächsten Tag fühlte,
nach dem Einsatz als Bremsbelag, kann man sich kaum vorstellen. Und
was passierte? Am nächsten Tag gewann er die Spezialstrecke!
Respekt! Als ich seinen Namen oben auf dem weißen Tafel sah,
bekam ich Gänsehaut. Harter Kerl, mein Vorbild!
Ich fuhr 2002 die Australian Safari, als ich das erste Mal Andy Caldecott
traf. Er fuhr unglaublich schnell und niemand konnte sein Heimspiel
drohen. Er war einfach überlegen. Das nächste mal war Dakar
2004 und da war er bei weitem nicht so schnell. Er schien alles studieren
zu wollen, zu lernen. Ich sprach mit ihm kurz vor er mit gebrochenem
Fuß ausfiel. Er sagte, das Terrain war ganz anders von dem was
er kannte. Neu für ihn war auch GPS und die Noten waredn auch
anders. Mein Eindruck war von einem sehr geschickten Fahrer mit Kontrolle
über seine Ausrüstung.
Ruhe in Frieden, Andy !
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High
Performance Riding
www.pgdakar.com |
Per-Gunnar
Lundmark
Fjällbonäs 15
933 91 Arvidsjaur |
Per-Gunnar
Lundmark
Eva.PG.Lundmark@swipnet.se
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Updated
2006-01-13
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