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Fertig
Jetzt ist alles so fertig es werden kann vor unserem Tripp durch Afrika. In Kairo haben wir eine große Box hinterlassen, die hoffentlich nach Hause geschickt werden kann. Da sind my Schneemobilanzug, dicke Klamotten, der BMW System 5 Helm, Daumenhandschuhe und meine Schneeschuhe. Hoffentlich ist das Zollamt nicht so krantig, wie bei der Einführung der zwei Maschinen für Ian und Lukas. Die Langeweile macht sich jetzt bemerkbar und wir ziehen morgen wahrscheinlich nach Sinai und schlafen in der Holiday Inn bei Nyweiba.

Andys Tod in der Dakar ist eine traurige Nachricht. Was ich dabei fühle, ist immer schwierig zu beschreiben. Ich weiß aber, dass er vom Risiko wusste. Niemand fährt dort zum zweiten oder dritten Mal, ohne das Risiko zu kennen. Wenigstens oben bei der Spitze. Ich habe es vorher gesagt und sage es wieder: Fährt man in der Gruppe im Tourentempo, ist das Rennen nicht besonders gefährlich, etwa wie auf einem Motorrad in der Großstadt. Niemand – wirklich niemand – kann sicher fahren und eine Tagesetappe gewinnen. Ich sagte immer zu meiner Frau Eva, dass ich mit voller Kontrolle und mit einer gewissen Sicherheit fuhr, was nicht wirklich mit der Wahrheit übereinstimmte. Zum Teil schon, aber in gewissen Stellen geht jeder jeden Tag ein gewisses Risiko ein. Die Kunst ist, es im richtigen Moment zu tun.

Richard Saincts war Spezialist auf diesem Gebiet. Er konnte das Terrain lesen und nahm selten Chancen, fuhr nur schnell mit einem gewissen Risiko in den ”richtigen” Stellen. Ich fuhr oft hinter ihm in der Dakar und war immer von seinem berechenden Fahrverhalten beeindruckt. Hin und wieder fuhr er in den gefährlichen Abschnitten sogar sehr langsam, wie mit einer Harley-Davidson in einer Parade. Trotzdem kam er im zweitletzten Rennen der Wüstenseire, in der Farao-Rallye 2004, ums Leben. Mein großes Vorbild war Meoni, mehr wie ich im Risikobereich, stürzte aber selten. Aber wenn, war es wie in der 2003 Dakar bei sehr hoher Geschwindigkeit. Da überschlug er sich bei Tempo 160 und seine KTM ähnelte mehr einem Korkenzieher als einem Wüstenrenner. Die KTM-Mechaniker waren die ganze Nacht beschäftigt. Wie sein Körper sich am nächsten Tag fühlte, nach dem Einsatz als Bremsbelag, kann man sich kaum vorstellen. Und was passierte? Am nächsten Tag gewann er die Spezialstrecke! Respekt! Als ich seinen Namen oben auf dem weißen Tafel sah, bekam ich Gänsehaut. Harter Kerl, mein Vorbild!

Ich fuhr 2002 die Australian Safari, als ich das erste Mal Andy Caldecott traf. Er fuhr unglaublich schnell und niemand konnte sein Heimspiel drohen. Er war einfach überlegen. Das nächste mal war Dakar 2004 und da war er bei weitem nicht so schnell. Er schien alles studieren zu wollen, zu lernen. Ich sprach mit ihm kurz vor er mit gebrochenem Fuß ausfiel. Er sagte, das Terrain war ganz anders von dem was er kannte. Neu für ihn war auch GPS und die Noten waredn auch anders. Mein Eindruck war von einem sehr geschickten Fahrer mit Kontrolle über seine Ausrüstung.

Ruhe in Frieden, Andy !






High Performance Riding
www.pgdakar.com
Per-Gunnar Lundmark
Fjällbonäs 15
933 91 Arvidsjaur
Per-Gunnar Lundmark
Eva.PG.Lundmark@swipnet.se
Updated
2006-01-13