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Die Wäsche

710 km heute zwischen Erdine und Ankara. Temperaturen zwischen -2 Grad und + 8.

Es ist mir ein Rätsel, wie Salz so aggressiv sein kann. Für alle elektrische Verbindungen ist Streusalz der grösste Feind. Zwei Relais haben wegen Salz aufgegeben, in Kombination mit beispielloser Platzierung (hinter dem Kühlergrill, im Salz). Mein E-Kabel für mein GPS spukt, funktioniert aber nach Einsatz mit Kontaktspray. Fühle mich etwas blöd; warum hatte ich das vor dem Start nicht getan? Ein Tipp für alle Winterfahrer auf Salzstrassen.

Heute, nach Istanbul, wollte ich das Salz vom Motorrad weg haben. Es gab mir Angst , das seit Gävle in Schweden mit Salz und Dreck einfach anzusehen. Pures Vergnügen, die Hochdruckspritze.

Komisch, aber ich lerne es nie. 120 km nach der Wäsche, passierten wir ein Bergmassiv, 1580 über NN. Die folgenden 50 km hatten Schneeschlamm und, raten Sie mal, wie die Türken es regeln? Genau, mit Salz.

Sonst war die Autobahn zwischen Erdine und Ankara richtig gut, ein Meilenschlucker. Es ist einfach, zu schnell zu fahren. Mit Spikesreifen und einem grossen Motorrad darf man nicht schneller als 110-115 km/h fahren, um den Reifen zu sparen. Disese Regel verlangt Winterstrassen mit dazu gehöriger Kühlung. Heute war warm, mit bis zu 8 Grad plus und das, in Kombinatioin mit einem gefühlslosen Handgelenk führte zum schnellen Tod des Hinterreifens. Von Norddeutschland bis nach Türkei funktionierte der Reifen ausgezeichnet. Morgen geht das Ding ins Internet: ”Fast neuer Reifen, 17 Zoll, Käufer holt ab.”







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Per-Gunnar Lundmark
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Updated
2006-01-04