Nordkap-Südkap:
051121
Nordkap
bis Südkap
Was
ist besser? Alles zu vergleichen und einen Sieger zu erkoren ist ein
ständiges Thema. Ist Nordkap besser, mit ununterbrochenem Sonnenschein
im Sommer und ewiger Dunkelheit im Winter? Oder schlägt Südafrika
meinen Hinterhof mit Meilen? Solche Überlegungen hat ein Achtel-Same
aus Fjällbonäs stundenlang, ja Tage sogar, als der Wintertristess
unter die Haut kriecht. Wie kann man die Unterschiede am besten feststellen?
Auf einem Motorrad, selbstverständlich. Also auf dem Motorrad
von Norden nach Süden und die Entscheidung fiel auf einer BMW
HP2. Ich fahre am 22. Dezember 2005 los, durch Norwegen, Finnland,
Schweden, Polen, Slowakien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Turkei,
Syrien, Jordanien, Ägypten, Sudan, Etiopien, Kenya, Tanzania,
Malawi, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia und Südafrika. Irgendwann
Ende Februar werde ich in Cape Agulas stehen, so weit südlich
wie man kommen kann. Dann werde ich mir sagen: Man fährt bis
man da ist! Und dann das Motorrad auf einen Schiff laden und nach
Hause fahren.
Meine Reise startet in Nordkap und in Ägypten schließen
sich Lukas und Ian Lundin an. Lukas hat, wie ich, einige Dakar hinter
sich und Ian hat Erfahrung aus dem mexikanischen Baja 1000.
Auf einem Globus ist die Strecke weit, fast zu weit. Mein Vater pflegte
zu sagen. „Die Meiste Zeit verliert man beim Nachdenken.“
Ich hoffe, er hat recht... Was ist aber mit mir nach fünf Jahren
Wüste geschehen? Früher war ich mit den Referenzen in und
um Fjällbonäs zufrieden. Hier hatte ich alles: Eine Frau
zu lieben, Angeln, Jagd, Schneemobil und Selbszufriedenheit. Dann
kamen die Dakar Rennen und Reisen rund um die Welt und ich verstand,
dass die Welt nicht endet südlich von Stockholm. Es war für
mich eine neue Erfahrung. Nach drei Jahren war ich nicht mehr so selbstzufrieden.
Jetzt sind die Winter kälter und länger und schon Anfang
November träume ich von der Hitze in Afrika, als Gegenmittel
zum Permafrost, der sich durch den Keller in die Kartoffeln reinschleicht.
Klar, ich liebe alle Jahreszeiten, aber der Winter ist eindeutig zu
lang hier oben am Polarkreis. Diese Reise vernichtet neun Wochen Wintertristess
für mich und ich werde jede Minute lieben, da die Reise bekanntlich
das Ziel ist.
/PG
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High
Performance Riding
www.pgdakar.com |
Per-Gunnar
Lundmark
Fjällbonäs 15
933 91 Arvidsjaur |
Per-Gunnar
Lundmark
Eva.PG.Lundmark@swipnet.se
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Updated
2005-11-19 |
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